Krise bewaeltigenErfolg gestalten

Erfolgreicher Investorenprozess für die SSC Wind aus Wildeshausen

comes strukturiert den Investorenprozess des insolventen Windanlagenspezialisten SSC Wind GmbH aus Wildeshausen und unterstützt die Insolvenzverwaltung bis hin zur erfolgreichen Veräußerung an die Buss Group aus Hamburg.

Die auf den Bau, die Wartung und den Service von Windenergieanlagen spezialisierte SSC Wind GmbH („SSC“) wird zum 01. Juli 2019 von der in Hamburg ansässigen Buss Group („Buss“) übernommen. Das Unternehmen wird künftig unter der Firmierung Buss Wind Services GmbH am Markt agieren.

Nach Beantragung des vorläufigen Insolvenzverfahrens am 08. Mai 2019 konnte der Insolvenzverwalter Tim Beyer von Schultze & Braun mit konstruktiver Unterstützung der Geschäftsführer Frau Higgen und Herrn Eden den Geschäftsbetrieb der SSC schnell stabilisieren und mögliche Unruhen in der Belegschaft vermeiden. In der Folge wurde damit unter anderem wertvolle Zeit für einen strukturierten Investorenprozess gewonnen, in dem zahlreiche regionale und überregionale Interessenten involviert waren.

Erfolgreicher M&A-Prozess

Letztlich konnte Buss mit einem verbindlichen Angebot und einer transparenten Zukunftsstrategie die Gläubiger der SSC von ihrem Übernahmekonzept überzeugen. Mit diesem strategischen Schritt vervollständigt Buss ihr Portfolio im Windbereich. Bislang hatte sich Buss auf die Hafenlogistik für Offshore-Windparks in der Nord- und Ostsee konzentriert. Diese Dienstleistung bietet Buss sowohl auf eigenen Offshore-Terminals in Eemshaven (Niederlande), Sassnitz und Stade (Deutschland) als auch auf Fremdterminals an.

Das comes-Distressed-M&A-Team unter der Projektleitung von Hamed Omumi wurde exklusiv mit der Strukturierung des Investorenprozesses und der Begleitung beim Verkaufsprozess beauftragt. Der erfolgreiche Projektabschluss und die damit einhergehende Sicherung der rd. 90 Arbeitsplätze am Standort Wildeshausen hat insbesondere für die regional stark verwurzelte comes Unternehmensberatung einen hohen Stellenwert. Die Zusammenarbeit zwischen Insolvenzverwaltung und comes im Zuge eines Investorenprozesses mit dem Ziel einer übertragenden Sanierung zeigt sich auch in diesem konkreten Fall als zukunftsfähige Symbiose.

comes-Sommerabend 2019

Villa im Heinepark
Vortrag von Ole von Beust
Erfolg gestalten

Auch in diesem Jahr lud comes zum Sanierungsnachmittag mit anschließendem Sommerabend in der Villa im Heinepark an der Elbchaussee.

Im Rahmen des Sanierungsnachmittags wurde für interessierte Teilnehmer eine Vortragsreihe rund um Sanierungsaspekte angeboten. Dabei reichten die aktuellen Themen von Möbelherstellern in der Krise (vorgetragen von Dr. Michael Bourjau und Sebastian Mostertz, operations+ Consulting) über einen Praxisfall am Beispiel der Schletter Group (vorgetragen von Ole Brauer und Christoph Chardon, Elsäßer Restrukturierung) bis zum insolvenzrechtlichen Notfallplan (vorgetragen von Dr. Karl-Friedrich Curtze, GÖRG).

Im Anschluss empfingen wir unsere Gäste zum Sommerabend im großen Rahmen. Neben bestem Wetter, toller musikalischer Begleitung und einem leckeren Barbecue war ein weiteres Highlight des Abends der Vortrag unseres ehemaligen Hamburger Bürgermeisters Ole von Beust. In seinem Beitrag "Politik für Hamburg - Rückblicke, Ausblicke und Einschätzungen eines Elder Statesman" ging Herr von Beust u.a. auf das Wählerverhalten und die aktuelle Bedeutung von Klimapolitik ein. Des Weiteren hat er sich zu dem Wählerverhalten in den neuen Bundesländern geäußert und seine Einschätzung zur abnehmenden Attraktivität des Berufes als Politiker gegeben. Abgerundet wurde dies immer wieder mit Erfolgen und Misserfolgen aus seiner Laufbahn als Politiker und Erster Bürgermeister der Hansestadt Hamburg.

Wir danken allen Beteiligten und unseren Gästen für eine rundum gelungene Veranstaltung und freuen uns auf eine Fortsetzung im nächsten Jahr!

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Gegenwind in der Windenergiebranche

Die deutsche Windbranche steckt in der Krise. Nachdem im Februar bereits der Turmbauer AMBAU GmbH Insolvenz angemeldet hat, musste der Hamburger Windenergie-Konzern Senvion Deutschland GmbH den Weg über die Insolvenz in Eigenverwaltung einschlagen.

Der Markt lässt sich auf der Suche nach Ursachen für die Misere nicht als alleiniger Grund anführen. Seit 2010 hat sich die verbaute Leistung durch Windkraftanlagen weltweit beinahe verdreifacht. In Deutschland haben erneuerbare Energien bereits einen Anteil von 17,5% an der Bruttostromerzeugung. Davon entfallen etwa 50% auf Windenergie. Rund ein Drittel der neu installierten Windkraftanlagen in Europa gingen 2018 in Deutschland ans Netz.

Ein Grund für die Krise findet sich beim Blick nach innen: seit 2017 wird der Bau von Windkraftanlagen in Deutschland nicht mehr subventioniert. Stattdessen werden neue Projekte in Auktionsverfahren ausgeschrieben. Aufgrund von ineffizienten Produktionsprozessen sind die deutschen Hersteller nicht in der Lage, dem Kostendruck der ausländischen Konkurrenz standzuhalten. Statt frühzeitig in neue Technologie und Effizienzverbesserungen zu investieren, haben sich die deutschen Hersteller für Kostensenkungen entschieden und somit den Anschluss verloren. Damit wuchs zum einen der Preisdruck auf Zulieferer (siehe Ambau), zum anderen führte die fehlende Effizienz in der Produktion dazu, dass Pönalen wegen Lieferverzögerungen fällig wurden.

Gegenwind in der Windenergiebranche

Veröffentlichung: Die Spezifika des Distressed M&A-Prozesses

Im allgemeinen Kontext der Transaktionen von Unternehmen und Unternehmensteilen gewinnen Distressed M&A-Prozesse zunehmend weiter an Bedeutung. Für Verkäufer und Käufer ist es von zentralem Interesse zu wissen, welche Regeln – auch im Sinne von Chancen und Risiken – zum jeweiligen Transaktionszeitpunkt gelten. Je nach Gesamtlage und Zukunftserwartung, aber i.d.R. immer unter hohem Zeitdruck, kann eine Transaktion sowohl vor als auch in der Insolvenz vollzogen werden.

In einer mit klassischen M&A-Prozessen vergleichenden Analyse zeigen unsere Autoren Dr. Bernhard BeckerHendrik Leigers und Konrad Martin, inwieweit letztlich die Risikobereitschaft des Erwerbers sowie die Drucksituation beim Verkäufer von ausschlaggebender Bedeutung für die Wahl des Transaktionszeitpunktes sind.

Der Artikel ist in der KSI 02.2019 erschienen und kann hier geladen werden.

Spezifika des Distressed M&A-Prozesses

Kooperation der kurzen Wege – comes und Nordantech

comes startet Zusammenarbeit mit Consulting-Tech-Unternehmen Nordantech

Nordantech hat es sich zum Ziel gesetzt, insbesondere die Zusammenarbeit von Unternehmensberatungen und Mandanten in Transformationsprojekten zu erleichtern. Zu diesem Zweck entwickelt und vertreibt das junge Hamburger Unternehmen eine intelligente Projektmanagement-Software mit dem Namen Falcon. Falcon erlaubt es, durch zeitsparende und Übersichtlichkeit schaffende Features auch komplexe Projekte zu koordinieren und zu managen. Dabei besticht die Software mit minimaler Setup-Zeit und hoher Intuitivität. Falcon schafft klare Verantwortlichkeiten und eine einfache Übersicht über das Gesamtprojekt, die Ziele und den Fortschritt.

Die kurzen Entscheidungswege und der agile Arbeitsstil machen comes und Nordantech zu idealen Partnern. Mit ihren Hamburger Niederlassungen sind beide Unternehmen nur einen Steinwurf über die Binnenalster voneinander entfernt. comes und Nordantech freuen sich auf die kommenden Projekte: „Falcon punktete in unseren Projekten ab der ersten Minute mit Geschwindigkeit bei der Einrichtung und Anwenderfreundlichkeit. Bei der Maßnahmenverfolgung und Umsetzung von Change- und Turnaround-Vorhaben bestätigen uns unsere Kunden, mit Falcon ein Produkt an der Hand zu haben, das für Entscheider ideal geeignet ist um den gewünschten Erfolg für das Unternehmen zu erreichen“, sagt René Labahn, Manager bei comes. „Unternehmenstransformation ist kein Kinderspiel. Wir schätzen die Hands-on-Mentalität und Umsetzungsstärke von comes. Ihre jahrelange Erfahrung in der Maßnahmenimplementierung gepaart mit unserer Lösung ergibt eine schlagkräftige Mischung“, ergänzt Christian Kuhs, Mitgründer von Nordantech.

Gemeinsam werden wir den Herausforderungen des Mittelstands innovativ begegnen und unsere Kunden erfolgreich durch ihre Transformationsprojekte begleiten.

Kooperation der kurzen Wege
Renè Labahn und Christian Kuhs

Unternehmensnachfolge in Deutschland – ein Ausblick bis 2022

Jährlich gehen in Deutschland ca. 30.000 kleine und mittelständische Unternehmen an einen Nachfolger über. Bis Ende 2022 steht daher bei rd. 120.000 Firmen ein Generationswechsel an.

In etwa zwei Drittel dieser Unternehmen übernehmen familien- bzw. firmeninterne Nachfolger die Geschäftstätigkeit. Für die verbleibenden 30% wird extern nach einem geeigneten Investor gesucht. Die Komplexität und Dauer dieser Suche wird dabei häufig unterschätzt, denn eine qualifizierte und vollständige Vorbereitung des Unternehmensübergangs erstreckt sich i.d.R. über mehrere Jahre.

Unternehmensnachfolge

Bestenfalls beginnt ein Inhaber bereits drei bis zehn Jahre vor dem angestrebten Unternehmensaustritt damit, seine Firma für den zukünftigen Übergang vorzubereiten. Hierbei empfiehlt es sich zu prüfen, ob das Produktportfolio zukunftsfähig ist und die Margen profitabel sind. Auch ist es ratsam, Investitionen in die Modernisierung von Unternehmen und Produktion frühzeitig voranzutreiben.

Ist eine Unternehmensübergabe noch rd. drei Jahre entfernt, sollte spätestens mit der Suche nach einem geeigneten Nachfolger begonnen werden, denn bis dieser gefunden ist und eine Einigung erzielt wird, können mehrere Monate bis Jahre vergehen.

Der anschließende Generationswechsel sollte durch eine Übergangsphase von ungefähr einem Jahr vollzogen werden. In dieser wird der neue Eigentümer mit dem Unternehmen und seinen Prozessen vertraut, sodass eine erfolgreiche Fortführung gesichert werden kann.

Digitale Transformation: Resilienz als neue Schlüsselressource

Überleben im permanenten Veränderungsdruck

In einem immer dynamischeren Umfeld ändern sich die Regeln klassischer Unternehmensführung: denn klassischer Planung bricht angesichts kürzerer Planungshorizonte die Grundlage weg und die einseitige Fokussierung auf Prozessoptimierung entlang feststehender Entwicklungspfade wird vom Erfolgsrezept zum Risikofaktor.

Demgegenüber wird die Fähigkeit, auf unvorhergesehene Ereignisse zu reagieren und permanente Veränderung zu gestalten, zur neuen Schlüsselressource. Unter dem Begriff "Resilienz" wird diese Fähigkeit viel beschworen, jedoch selten operationalisiert.

In ihrem Artikel, erschienen in der Zeitschrift für Corporate Governance CGI 01.2019, stellen die comes-Mitarbeiter Dr. Bernhard Becker und Jan Schoenmakers gemeinsam mit Silvia Braumandl auf der Basis eines systemtheoretischen Modells einen Vorschlag für eine solche Operationalisierung zur Diskussion und wenden sie auf den unternehmerischen Kontext an. Dabei wird auch auf die wachsende Bedeutung intrapersoneller Resilienz – zu verstehen als die Widerstandsfähigkeit des einzelnen Mitarbeiters – eingegangen.

Den vollständigen Artikel finden Sie hier.

Resilienz

comes gratuliert der Tribodyn AG zum Innovationspreis

comes unterstützt bei der Einwerbung der Finanzierung für Neubau und Unternehmenswachstum

Die Tribodyn AG in Northeim entwickelt und produziert den hochinnovativen, umweltfreundlichen Blatt- und Bodendünger Lithovit. Mittels eines speziellen Verfahrens wird Lithovit feinst aufgemahlen und damit tribodynamisch aktiviert. Lithovit steigert das Wachstum und die Stressresilienz der Pflanzen und eignet sich auch als Saatgutbeize. Die Produkte sind 100%ig organisch und u.a. nach Demeter und Naturland zertifiziert. Für diese Leistungen wurde die Tribodyn AG mit dem Innovationspreis 2018 des Landkreises Göttingen sowie dem Unternehmerpreis für Südniedersachsen 2018 des Bundesverbands der Mittelständischen Wirtschaft (BVMW) ausgezeichnet.

Das noch junge Unternehmen ist nach erfolgreichem Markteintritt bereits in 100 Ländern aktiv und verfolgt ambitionierte Wachstumspläne. 2018 wurde in Northeim ein neues Betriebsgebäude mit hochmodernen Produktions- und Logistikanlagen errichtet, um zukünftig alle Arbeitsschritte unter einem Dach zu vereinigen.

comes hat die Tribodyn AG u.a. bei der Einwerbung und Absicherung der Eigen- und Fremdkapitalfinanzierung für die Investitionen in die neue Betriebsstätte sowie die weitere Expansion unterstützt.

Tribodyn
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