Krise bewaeltigenErfolg gestalten

Weitere Verstärkung für den Hamburger Standort

Seit Anfang des Jahres unterstützt Jens Sickendieck als Senior Manager das comes-Team am Standort Hamburg. Er wird sich verstärkt um den Bereich Automotive und dort um den Automobilhandel kümmern und unsere Kunden in den Themen Sanierung, Strategie / Führung und Nachfolgeregelung begleiten.

Jens Sickendieck verfügt über langjährige Erfahrung im Automobilumfeld. Nach einigen Jahren in der Sanierungs- und Restrukturierungsberatung war er zudem operativ in leitenden Funktionen in Konzerngesellschaften tätig.

Ebenfalls am Standort Hamburg verstärkt Svenja Hürzeler seit Mitte Januar das comes-Team als Beraterin.

Neben ihrem Masterstudium mit dem Schwerpunkt Restrukturierung und Sanierung sowie abschließender Masterarbeit in der Erstellung eines Independent Business Reviews für ein in München ansässiges Unternehmen war Svenja Hürzeler als Managerin in der Hürzeler/Zuhr Academy tätig.

comes-Jahresausblick 2020

Nach einem turbulenten Jahr 2019 schauen wir gespannt auf das neue Jahrzehnt. Wir erwarten Veränderungen in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik.

Die kommenden 20er-Jahre stehen im Zeichen der Neoökologie. Wird es möglich sein, den ökologischen Fußabdruck zu verkleinern, den Klimawandel aufzuhalten und nachhaltig zu leben? Fest mit diesem Megatrend verwoben ist der technologische Fortschritt: E-Mobilität, Künstliche Intelligenz (KI) und neue medizinische Erkenntnisse ermöglichen uns ein längeres, gesünderes und komfortableres Leben.

Gewinner und Verlierer 2020

Klimawandel, Umweltschutz und Nachhaltigkeit dominieren Wirtschaft und Politik. Umweltbewusstsein hat in allen Gesellschaftsschichten an Bedeutung  gewonnen und wird weiter zunehmen. Es formt unser Verständnis von Gesellschaft neu. Es entstehen neue Synergien zwischen Umwelt und Gesundheit, die dazu führen, dass wir Umweltschutz als neue Aufgabe unserer Gemeinschaft verstehen. Diese gesellschaftlichen Veränderungen wandeln auch die Logiken von Marken, Marketing und Märkten. Klimaschutz und Nachhaltigkeit dienen nicht nur dem Erhalt unseres Planeten, sondern auch als Marketingstrategie oder als ganzer Markt für Dienstleistungen und Produkte.

Nachhaltigkeit ist gefragt. Die Potenziale dieser Transformation nutzen immer mehr Unternehmen und stellen sich neu auf. Sie verzichten auf Plastikverpackungen und setzen stattdessen Papierverpackungen ein. Damit setzen die Hersteller ein deutliches Zeichen im Kampf gegen Plastik und verbessern gleichzeitig das eigene Image. Dies hat auf der anderen Seite massive Umsatzeinbußen in der Kunststoffbranche zur Folge. Des Weiteren hat das zunehmende Umweltbewusstsein in der Bevölkerung neben dem Konsum auch Auswirkungen auf die persönliche Mobilität, sodass Unternehmen und ganze Branchen dazu gezwungen sind, sich neu aufzustellen.

Aber nicht nur auf Kundenseite erweist sich eine nachhaltige Ausrichtung als profitabel. Eine Innovationskultur fördert die Chancen der Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit. Werden Nachhaltigkeit und Corporate Responsibility Teil der Unternehmenskultur, schafft dies eine Mitarbeiterzufriedenheit und einen Wettbewerbsvorteil im Kampf um Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt. Vor allem in technologischen Branchen, die auf junge Talente angewiesen sind, spielt das Thema Nachhaltigkeit eine immer größere Rolle.

Prägend werden in den 20er-Jahren auch die Themen Digitalisierung und Industrie 4.0, KI sowie Blockchain und Big Data Analytics sein, mit denen sich die Unternehmen auseinandersetzen müssen. Die Automatisierung und Prozessoptimierung stehen dabei weiterhin bei einem Großteil der Unternehmen im Fokus. Neben der Vernetzung gewinnt die KI immer mehr an Bedeutung bei der Transformation. Unternehmen können die Effizienz durch Roboter, Chatbots und Sprachsysteme steigern.

Digitalisierung, Industrie 4.0, KI, Blockchain und Big Data Analytics bleiben bestimmende Themen

Weiter an Bedeutung zunehmen, wird die Blockchain. Unter Blockchain versteht man eine dezentrale, also auf verschiedenen Rechnern verteilte Datenbank, die digitale Transaktionen dokumentiert und Einträge (chronologisch und in Blöcke verkettet) wie ein Buch einsehbar werden lässt. Blockchain ist nicht manipulierbar und gilt daher als sicheres Transaktionssystem für den Informationsaustausch. Rückverfolgbarkeit, Konsistenz und Schnelligkeit sind die Vorteile von Blockchain. Besonders aber Transparenz und Sicherheit sind in Zeiten steigender Cyberkriminalität die Treiber, sich mit Blockchain auseinanderzusetzen.

2019 war ein erfolgreiches Jahr für die Immobilienwirtschaft und das Bauwesen. Das billige Geld der Notenbank sorgt dafür, dass sich der Boom auch im Jahr 2020 fortsetzen wird. Vom Immobilienmarkt geht jedoch auch eine Gefahr aus. Um 15-30% seien Immobilien in den deutschen Städten bereits überbewertet, warnt Bundesbank-Vizechefin Claudia Buch. Da über 50% aller Kredite an private Haushalte Wohnungsbaukredite sind, könnte der Immobilienmarkt Auslöser einer Bankenkrise werden. Weil mit weiter steigenden Preisen gerechnet wird, lockern Banken die Kreditstandards. Eine kreditgetriebene Spekulationsdynamik ist zwar noch nicht absehbar, mit einer Fortsetzung der Null- und Negativzinspolitik steigt jedoch die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einer Blase kommt. Ein Kollabieren der Immobilienpreise und eine damit einhergehende Entwertung der Kreditsicherheiten in den Büchern der Kreditinstitute wären die Folge. Der Bankenabwicklungsfonds wäre schnell überfordert und der Bankensektor der gesamten Euro-Zone könnte ins Wanken kommen.

Der Immobilienboom sowie die steigenden Ausgaben für die Infrastruktur lassen das Baugewerbe optimistisch in die Zukunft blicken. Die Präsidenten des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie (HDB), Peter Hübner, und des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (ZDB), Reinhard Quast, sehen 2020 äußerst positiv entgegen: „Insgesamt rechnen wir für 2020 mit einem Umsatzwachstum im Bauhauptgewerbe von 5,5% auf 145 Mrd. Euro.“

Während die Logistikbranche in den Bereichen Bau und Konsumgüter tendenziell weiterhin wachsende Potenziale sieht, machen sich Stagnation bzw. sinkende Nachfrage aus der Automobil- und Chemieindustrie laut der Bundesvereinigung Logistik (BVL) deutlich bemerkbar. Des Weiteren bekommt die Logistikbranche die ersten Rückgänge im Handel mit China zu spüren. Nach wie vor verlässt sich die Logistik auf den Außenhandel. Hier erwartet die BVL weiterhin grenzüberschreitend steigende Mengen. Von Handelskonflikten und Brexitverhandlungen zeigt sich die BVL auch für 2020 grundsätzlich unbeeindruckt. Sie stützt sich stattdessen auf wachsende Beziehungen zu Osteuropa.

Vor großen Herausforderungen steht die deutsche Automobilbranche, die scheinbar schon den Anschluss verloren hatte. Die Ansiedlung der weiteren Giga-Factory von Tesla wird den Automobilstandort Deutschland vorerst weiterhin stärken. Der Technologiewandel im Automobilbereich hat zunächst die Zuliefererbranche härter getroffen und wird zu einer weiteren Konsolidierung in den folgenden Jahren führen.

Das Thema Mobilität wird in 2020 weiter bestimmendes Thema sein. Nicht zuletzt aufgrund des neuen Anspruchs der Konsumenten für Mobilität steckt die Automobilbranche in der Krise und unterliegt dem Transformationsdruck. Besonders autonomes Fahren wird neben der Antriebsfrage die Autobauer in den kommenden Jahren beschäftigen. Die notwendige Software steht bereits zur Verfügung, die größte Hürde ist hier jedoch die Politik.

Fortbewegung soll umweltfreundlich, also möglichst CO2-neutral sein. Nachhaltigkeit, Individualität und eine optimierte Kostenposition treten für die meisten Kundengruppen in den Vordergrund. Die Bundesregierung arbeitet unentwegt Maßnahmen aus, um Deutschland in Sachen Mobilität neu aufzustellen. Der Schienenpersonenverkehr soll durch eine Steuersenkung für Bahnfahrten von 19% auf 7% und damit einhergehend sinkenden Ticketpreisen sowie einen Ausbau von Bahnstrecken gestärkt werden. Darüber hinaus soll die Attraktivität des ÖPNV, u.a. durch kostenfreie Nutzung, gesteigert werden.

Schienenpersonenverkehr soll gestärkt werden

Neben den klassischen Verkehrsmitteln müssen auch neue Angebote wie Fahrradverleih-Services oder Shuttledienste in die Zukunftspläne unserer Mobilität einbezogen werden. Unter den Kriterien, dass diese Verkehrsmittel ständig verfügbar sind und unter Kosten- und Umweltaspekten einen deutlichen Vorteil gegenüber der Nutzung des eigenen PKWs oder eines Taxis haben, werden alternative Mobilitätslösungen immer beliebter. „Ride-Pooling“-Anbieter wie CleverShuttle oder Moia bieten nicht nur einen kostengünstigeren Service an, sondern in Verbindung mit dem ÖPNV auch innovative Lösungen für die Verkehrsvernetzung im städtischen Bereich. Carsharing-Angebote wie SHARE Now verlieren indes an Attraktivität und werden bereits in diesem Jahr von den Betreibern Daimler und BMW zurückgefahren. Die Autohersteller scheinen sich auf ihr Kerngeschäft zurückzubesinnen und feilen an erfolgsversprechenden Lösungen im Bereich der E-Mobilität. Auch im Luftverkehr stehen einige Veränderungen in 2020 bevor. Während die Umsätze im Bereich der Inlandsflüge stark zurückgehen, arbeitet Airbus an der Entwicklung des "CityAirbus", der in diesem Jahr seinen Flugbetrieb aufnehmen soll. Das mit Strom betriebene Lufttaxi, welches einem Helikopter ähnelt, soll zunächst im Nahverkehr eingesetzt werden, könnte aber bereits in den kommenden Jahren die umweltfreundliche Alternative im Inlands-Flugverkehr werden.

Maschinenbaubranche in der Krise

Die stockende Weltkonjunktur, Handelskonflikte und der Strukturwandel in der Autoindustrie werfen ihre Schatten auf den Maschinenbau und sorgen für ungleiche Entwicklungen in der mittelständisch geprägten Branche. Für 2020 rechnet der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) mit einem erneuten Rückgang der Maschinenproduktion um 2%. Dies betrifft jedoch nicht alle Bereiche, da die Nachfrage bei Maschinen- und Anlagenbauern, die vor allem Prozessindustrien und Bauunternehmen beliefern, weiterhin sehr hoch ist. Für die besonders stark vertretenen klassischen Industrieausrüster ist die Lage laut VDMA-Chef Carl Martin Welcker angespannt.

Aber auch in der Chemie-Industrie ist die Krise angekommen. Neben einem schwankenden Konjunkturumfeld sind die wachsenden Herausforderungen in Nachhaltigkeit und Klimaschutz sicherlich die maßgeblichen Gründe.

Die Kunststoffbranche gehört zu den „Opfern“ des Klimaschutzes und der Automobilkrise. Sie ist damit gleich zwei Problemen ausgesetzt. Auf der einen Seite stehen die Autohersteller, die zu den wichtigsten Kunden von Kunststoffprodukten gehören. Auf der anderen Seite steht das en vogue gewordene Thema Umweltschutz, das auch einen Veränderungsprozess in der Kunststoffbranche nach sich ziehen wird. Neue Gesetzesentwürfe zu Einwegplastikartikeln machen es den Kunststoffherstellern zusätzlich schwer. Der Trend zu mehr Nachhaltigkeit und Ressourcenschutz wird in der Branche in 2020 zu einem Rückgang führen. Darüber hinaus verunsichert die weiterhin in der Politik existierende Idee einer Besteuerung von Kunststoffverpackungen, zusätzlich die strengeren rechtlichen Vorgaben zur Recyclingförderung. 

Die Energiebranche leidet derweil unter fehlenden Lösungen und einer unzureichenden Infrastruktur für eine erfolgreiche Energiewende. Ab 2021 werden durch die CO2-Bepreisung (25 €/Tonne CO2) nicht nur die Preise an den Tankstellen steigen, auch eine Erhöhung der Strom- und Gaspreise ist zu erwarten. Sorgen um die Wettbewerbsfähigkeit gehen mit der Einführung dieser zusätzlichen Kosten besonders bei KMUs einher. Längst ist Deutschland infrastrukturell jedoch nicht für die Energiewende vorbereitet. Eine Prognose des Energiewirtschaftlichen Instituts der Universität Köln (EWI) besagt, dass Deutschlands Stromverbrauch innerhalb des kommenden Jahrzehnts um 25% steigen wird. Die erhöhte Stromnachfrage wird sich nach aktuellem Stand und voraussichtlich auch in den nächsten 10 Jahren nicht vollständig durch erneuerbare Energien abdecken lassen, die derzeit gerade einmal 43% des aktuellen Energieangebots in Deutschland ausmachen. Wir bleiben damit weiterhin abhängig von den Gas-Lieferungen aus Russland. Beim Thema Energiewende steckt Deutschland nach wie vor in der Zwickmühle.

Die Energiewende ist ins Stocken geraten

Politische Diskussionen werden auch in 2020 maßgebliche Unsicherheitsfaktoren darstellen. Eine langsam wachsende Weltkonjunktur, weiterhin zunehmender Protektionismus, die Brexitverhandlungen in Großbritannien sowie Neuwahlen in den USA: Neben diesen Unsicherheiten haben auch die zunehmenden Spannungen im Nahen Osten erheblichen Einfluss auf die Kapitalmärkte und die Entwicklung des Ölpreises, die auch in 2020 Schwankungen unterliegen werden. Deutschland ist als Exportnation besonders anfällig, da kein anderes Land mehr Handelspartner hat und so abhängig vom globalen Welthandel ist. Wenn es tatsächlich zu Zöllen auf europäische Autos kommt, wird nicht nur die Automobilindustrie, sondern die gesamte deutsche Konjunktur aus der Spur fliegen.

Insgesamt wird die deutsche Wirtschaft im kommenden Jahr aufgrund vereinzelter robuster Branchen und des privaten Konsums als wichtigster Stütze der Konjunktur, auf den ca. 52% der Wirtschaftsleistung entfallen, weiter wachsen. Jedoch sind schnellstmögliche Lösungen erforderlich, mit denen die wachsenden Herausforderungen gemeistert werden können, um auf Innovationen, Veränderungsprozesse und Branchenverschiebungen kurzfristig reagieren zu können. Aufgrund der demografischen Entwicklung ist ein Rückfall in die Massenarbeitslosigkeit wie bei früheren Krisen nicht zu erwarten, da die Unternehmen alles daran setzen werden, ihre Arbeitskräfte zu halten, sodass eine veritable Krise am Arbeitsmarkt nicht in Sicht ist.

Rabattschlachten zum Black Friday und Cyber Monday – welche Konsequenzen der Preiskampf für den Einzelhandel hat

Black Friday
Rabattschlachten im Einzelhandel

Ob online oder im stationären Handel: der amerikanische Trend des Rabattshoppings zum traditionellen Fest Thanksgiving hat längst Europa und damit auch Deutschland erobert. Die Rede ist vom Black Friday und dem darauffolgenden Cyber Monday, den mittlerweile umsatzstärksten Shoppingtagen im deutschen Handel. Der Handelsverband Deutschland (HDE) prognostiziert einen neuen Rekordumsatz von 3,1 Mrd. €.  Das entspricht einem Umsatzwachstum von 22%.

Black Friday, Cyber Monday, Singles Day, Valentinstag, Muttertag, Vatertag, Ostern, Weihnachten – schnell verliert der Käufer den Überblick im Rabattregen. Es ist ein psychologisches Spiel mit dem Kunden. Nachweislich wirken sich Rabatte auf das Hirn und damit auf die Kaufentscheidung des Kunden aus. Aber Rabatte haben nicht nur positive Effekte. Die radikale Rabattierung von Waren zu bestimmten berechenbaren Zeitpunkten hat Auswirkungen auf das Kaufverhalten des Kunden: der Sparfuchs und der Geizhals warten genau auf diesen immer wiederkehrenden Rabatt, um nur dann schnell zuzugreifen und sich für den Rest des Jahres wieder zurückzuziehen Der Normalkunde wiederum zweifelt die Glaubwürdigkeit oder die Qualität der Händler durch die stark schwankenden Preise an oder fühlt sich gar betrogen.

Händler, die Aktionstagen wie dem Black Friday ohne eine gute Preisstrategie begegnen, können nur verlieren.

Zum heutigen Black Friday werden Käufer wieder mit satten Rabatten gelockt: Bis zu 90% sollen Käufer beim Black Friday sparen können. Händler-Riesen wie Amazon oder Zalando werben schon seit Beginn der Woche mit besonders günstigen Preisen. Der Kunde reibt sich die Hände und steht in den Startlöchern – bereit, möglichst viele gute Deals zu machen. Doch entscheidend ist nicht der hohe Umsatz, sondern der Ertrag. Hier haben Händler schnell ein Problem: wer keine Rabatte anbietet oder mit der Höhe der Rabatte der Wettbewerber nicht mitgeht, verliert seine Kunden und den entsprechenden Umsatz an den Wettbewerb. Wer seine Rabatte im Kampf um die besten Deals jedoch nicht gut durchrechnet, verliert nicht nur im Weihnachtsgeschäft, sondern auch seine Gewinnmarge durch zu niedrige Preise. Der Erfolg einer Rabattaktion für den Händler hängt daher von einer guten Preisstrategie ab. Ein gesamtes Sortiment pauschal mit einem Rabatt zu versehen, ist daher aus ökonomischer Sicht der strategisch unklugste Schachzug – es sei denn die Strategie sieht vor, die Preise vorher anzuheben und „Scheinrabatte“ anzubieten, die den Kunden blenden. Hier muss sich der Händler fragen, welche Philosophie er vertritt und welchen Wert das Vertrauen des Kunden für ihn hat. Die Gefahr, so das Unternehmen nachhaltig zu schädigen, ist wahrscheinlich so groß wie die Chance, damit erfolgreich zu sein. Es stellt sich die Frage nach der Entwicklung dieser Rabatttage. Wohin soll die Rabattschlacht noch gehen? Wie geht insbesondere der stationäre Handel mit dem Kostendruck um? 

Der Singles Day in China macht es vor: statt über immer größere Rabatte zu werben, wird DER Shoppingtag des Jahres als ein Event inszeniert, das eine Botschaft übermittelt: Liebe Singles, beschenkt euch selbst. Kunden verbinden automatisch ein besonderes Erlebnis mit diesem Tag. Insbesondere über das Fernsehen werden sie emotional abgeholt und ähnlich wie beim Teleshopping zum Kauf animiert. Zwar wird auch hier mit Aktionspreisen geworben, sie spielen aber augenscheinlich eine nebensächliche Rolle.

Mit ähnlichen Strategien sollte sich auch der deutsche Handel auseinandersetzen und eine emotionale Koppelung an das Erlebnis schaffen, die über die Rabattierungen hinausgeht. Diese Reize machen das Kauferlebnis individuell und den Besuch im Geschäft attraktiv, können das Erlebnis der Kunden maßgeblich beeinflussen und tragen zum positiven Kauferlebnis und damit zur Kundenbindung bei.

Leadership – die zunehmende Bedeutung von strategischer gegenüber operativer Führung

Organisationen und Individuen – wir alle sind mit den Auswirkungen der digitalen Revolution konfrontiert. Positive Effekte und Chancen genießen wir, wie gehen wir jedoch mit den Herausforderungen um und was sind Erfolgstreiber für einen gelungenen Wandel in Unternehmen?

Ein Blick in die Natur zeigt: eine erfolgreiche Strategie im Umgang mit radikalen Veränderungen beinhaltet eine gesunde Mischung aus Widerstand und Anpassung. Ein Anpassen der Unternehmensstrategie nach Innen und Außen wird somit eine elementare Aufgabe für Führungskräfte. Sie werden zu Vorreitern und Gestaltern für Führungs-, Prozess- und Beziehungsqualität. Resilienz spielt hierbei eine bedeutende Rolle. Doch wie passt man eine Unternehmensstrategie an, die resilienzförderliche Strukturen beinhaltet?

Das AGIL-Schema von Talcott Parsons kann hierbei unterstützen:

A – “Adaption“: das schnelle und effiziente Reagieren auf Veränderungen

G – “Goal Attainment“: trotz flexibler Wege den Blick auf die Ziele nicht verlieren und deren Erreichung messen

I – “Integration“: neue Entwicklungen in Geschäftsmodellen und Prozessen integrieren

L – “Latent Pattern Maintenance“: Trial & Error leben

Zu diesem Thema hat unser Partner Dr. Bernhard Becker gemeinsam mit Silvia Braumandl, Christian Jacobs und Verena Riedinger einen Artikel in der Zeitschrift für Corporate Governance (04.19) veröffentlicht. Dieser kann hier geladen werden.

Leadership

comes-Ausfahrt 2019

Jour fixe
Fahrsicherheitstraining
Besichtigung der Meyer Werft

Ein Rückblick auf unsere Mitarbeiterausfahrt nach Papenburg am letzten Oktoberwochenende: Es wurde richtig heiß bei comes. Und damit ist nicht das Wetter gemeint, sondern unsere Reifentemperaturen. Denn auf den Teststrecken von Automotive Testing Papenburg (ATP) haben wir ordentlich Gas gegeben. Am Samstag hat dann die Meyer Werft einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Unsere diesjährige Ausfahrt startete mit einem gemeinsamen Jour fixe. Neben neuen Tools ging es um aktuelle rechtliche Themen rund um Sanierung. Den JF haben wir dann mit einer case study beendet. Anschließend haben wir unsere eigentliche Ausfahrt in einer gemütlichen Bar in Papenburg eingeläutet.

Am Freitag wurde es dann richtig aufregend. Den ganzen Tag haben wir unsere Fahrzeuge, vor allem aber uns selbst, auf den Strecken von ATP auf den Prüfstand stellen können. Wie lang ist der Bremsweg bei einer Vollbremsung bei Aquaplaning oder gar auf Eisflächen? Wie ist es eigentlich, bei nasser Fahrbahn um Kurven zu driften? Wie verhält sich mein Fahrzeug, wenn die Räder auf unterschiedlichen Straßengegebenheiten fahren? Wie verändert sich meine Reaktionszeit und die Motorik, wenn ich abgelenkt bin? Und wie komme ich aus meinem Wagen, wenn der sich überschlagen hat? Auf all diese Fragen durften wir die Antworten selbst erfahren und haben dabei eine Menge Adrenalin ausgeschüttet.

Nach „schnell“ am Freitag wurde es am Samstag dann groß und imposant: unser Ausflugsziel war die Meyer Werft in Papenburg. Bei der Werksführung konnten wir zunächst in die Historie der Werft eintauchen und dann die im Bau befindlichen Kreuzfahrtriesen bestaunen. Es war beeindruckend zu sehen, wie die riesigen Kreuzfahrtschiffe entstehen, die so viel Freizeitmöglichkeiten und Platz zu bieten haben wie eine Kleinstadt.

Diese Fahrt wird uns im Gedächtnis bleiben. Wir freuen uns aber auch schon darauf, was uns im nächsten Jahr erwartet!

Auch Finanzpartner müssen in Zeiten des Klimawandels umdenken

Das Thema bestimmt die aktuelle Medienlandschaft in der Breite. Viele Wirtschaftsteilnehmer befassen sich mit den Auswirkungen für ihre Unternehmen. Investitionsentscheidungen werden nicht immer nur unter den Gesichtspunkten der Gewinnsteigerungen oder Renditeoptimierungen  getroffen.

Erste Unternehmen sind bereit, auf einen Teil von Gewinnen zu verzichten, um Produktionsverfahren oder Produkte „grüner“ zu machen.

In Deutschland, wo seit Jahrzehnten eine hohe Einbindung von Fremdmitteln die Durchführung von Investitionsmaßnahmen prägt, sind neben den Unternehmen auch die aktuell krisengeschüttelten Banken und Sparkassen maßgeblicher Teil bei der Durchführung  von Investitionen.  

Die relevanten Systeme der Kreditinstitute stellen im Wesentlichen jedoch auf Rendite- und Eigenkapitalquoten der zurückliegenden Jahre bei der Beurteilung eines Unternehmens ab.

Die bewusste Entscheidung, auf Rendite zu verzichten, um umweltbewusster und ressourcenschonender zu produzieren, kann im Einzelfall zu Diskussionen mit den Kreditgebern führen, sofern Ertragsquoten und damit letztlich die Eigenkapitalentwicklung davon betroffen sind.

Wohl den Unternehmen, die sich diesen Trends folgend auch Einschränkungen der Renditen leisten können. In der Breite wird es aber auch auf das Verständnis der Finanzpartner ankommen und den verantwortungsbewussten Umgang mit den Ratingsystemen, um nachhaltige Verbesserungen beim Ausstoß klimagefährdender Emissionen durch die Unternehmen zu erreichen.

Umdenken in Zeiten des Klimawandels

Wie in vielen Fällen der Vergangenheit unterstützt der Staat die vielfältig möglichen Investitionsmaßnahmen mit Krediten und Absicherungen durch Ausfallbürgschaften. Vor einem Kreditantrag ist es umso wichtiger für die einzelnen Unternehmen, sich gemeinsam mit ihren Banken und Sparkassen über die Ergebnisse ihrer Ratingverfahren zu verständigen.

Wenn erst die Investitionsentscheidung davon getrieben wird, dass behördliche Auflagen erfüllt werden müssen, ist es meist für Teile der Marktteilnehmer zu spät, um sich bei den Kreditinstituten mit Geld zu versorgen.

In allen Fällen nutzt comes die umfangreichen Kenntnisse aus rd. 1.000 Mandaten, um Verständnis und Transparenz zwischen Unternehmen und Banken für die jeweiligen Ziele zu schaffen.

Weitere Verstärkung für comes

Pia Frohberg

Pia Frohberg

Vom Standort Oldenburg aus ist Frau Frohberg seit September für den Bereich Marketing, Hochschulmarketing und Events tätig. Hierzu zählen insbesondere der Online-Auftritt von comes in den sozialen Medien sowie die standortübergreifende Koordination und Organisation der von comes durchgeführten Veranstaltungen. Darüber hinaus wirkt sie bei unserem Joint-Venture-Partner Hase & Igel mit.

Zuvor war Frau Frohberg als Junior Marketing und Sales Managerin in der Sportbranche tätig.

Sebastian Geppert

Sebastian Geppert

Seit Oktober dieses Jahres verstärkt uns Herr Geppert vom Hamburger Standort aus als Berater in den Bereichen Sanierung und Verfahrensbegleitung.

Während seiner vorherigen Tätigkeiten als Treasury Manager bei verschiedenen mittelständischen Konzernen zählten insbesondere Liquiditätsplanung, Risikomanagement und Reporting zu seinen Aufgabengebieten.

Rasmus Kriest

Rasmus Kriest

Herr Kriest unterstützt seit Oktober 2019 am Standort Berlin in Digitalisierungsfragen des Arbeitsbereichs "Erfolg gestalten".

Zuvor hat er parallel zu einem interdisziplinären Studium v.a. in der praktischen Implementierung von Lösungen in den Bereichen digitaler Zusammenarbeit und New Work gearbeitet.

Warum Sie die Vorteile einer Financial Performance Management Software für Ihr Unternehmen nutzen sollten

Als Unternehmer brauchen Sie verlässliche Zahlen, auf die Sie Ihre Unternehmensplanung und strategischen Entscheidungen aufbauen können. Die aufwendigen Excel-Tabellen, die Sie hierfür führen, sind oft fehleranfällig und unübersichtlich. Darüber hinaus ist es mit enormem Zeit- und Kostenaufwand verbunden, alle Tabellen auf dem aktuellsten Stand zu führen.

Durch eine integrierte und eigenständig einsetzbare Financial Performance Management Software-Lösung, die es Ihrem Unternehmen ermöglicht, auf einen Blick die Wachstumspotenziale des eigenen Unternehmens zu erkennen und das Finanzcontrolling zu steuern, beschleunigen sich die Prozesse in Ihrem Unternehmen, während gleichzeitig weniger Fehler passieren können. Mögliche Fehlerquellen im Datenbestand werden frühzeitig erkannt, sodass nur validierte Zahlen berichtet werden. Somit wird die Basis für eine ganzheitliche, zukunftsorientierte Unternehmenssteuerung und Wachstum geschaffen.

In der Financial Performance Management Software von LucaNet sammeln Sie alle Ihre Daten in einer Datenbank. Die Software bündelt vollständig automatisiert die Prozesse aus den Bereichen Konsolidierung, Planung, Reporting und Analyse in einer Anwendung und stellt validierte Daten für Ihre Management-Konsolidierung, die legale Konsolidierung, die Budgetplanung mit integrierter Finanzplanung oder für das Management-Reporting und das Berichtswesen zur Verfügung. Für die Anwendung der Financial Performance Management Software von LucaNet benötigen Sie keine IT-Kenntnisse. Die Software ist schnell, sehr leicht adaptierbar und sicher in der Anwendung.

Financial Performance Management
LucaNet

Mit über 10 Jahren Erfahrung in der Anwendung begleiten Sie unsere zertifizierten Berater René Labahn und Dr. Jan Handzlik bei der Implementierung der Software in Ihrem Unternehmen. Neben einer umfassenden Beratung unterstützen wir Sie bei der Erstellung einer belastbaren Planung und dem Erstellen von Konzernabschlüssen, schulen Ihre Mitarbeiter und stehen mit unserem Know-how für Optimierungen zur Seite.

Gerne übernehmen wir für Sie auch die Bereitstellung von monatlichen Aufgaben im Controlling-Bereich oder helfen Ihnen bei der Umsetzung der Implementierung der Financial Performance Management Software von LucaNet oder bei der Optimierung bereits bestehender Anwendungen.